Landtagswahl 2010: Grüne Basis nominierte Josefine Paul und Otto Reinerse Josefine Paul und Otto Reiners als Kandidaten als Kandidaten – Lang

Veröffentlicht am [06.11.2009 | MCH] www.echo-muenster.de

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Josefine Paul und Otto Reiners

Strahlende Gesichter: Josefine Paul und Otto Reiners kandidieren für die Grünen bei der Landtagswahl im Mai 2010.

[Foto: Chavez-Lambers]

Kaum ist die letzte Wahl in diesem Jahr abgeschlossen, blicken die Parteien schon dem nächsten Urnengang im Mai 2010 entgegen. Das gilt für die münsterschen Grünen genau so wie allen anderen. So mussten sie auf der Mitgliederversammlung am Donnerstagabend im Cuba Nova über ihre Landtagskandidaten für Münster-Nord und Münster-Süd befinden.

„Vor dem Spiel ist nach dem Spiel“, sagte Josefine Paul zutreffend. Die 27-Jährige bewarb sich während der Sitzung als Einzige im Bereich Münster-Süd, wurde schließlich mit 30 Ja- und 3 Nein-Stimmen bei einer Enthaltung gewählt. Der erwähnte Ausspruch der früheren Kreisvorstandssprecherin kam nicht von ungefähr: Denn der Sport gehört zu ihren zentralen politischen Interessensgebieten. “Aktive Betätigung fördert nicht nur die Gesundheit und die soziale Integration, sondern ist auch wichtiges Element der ganzheitlichen Bildung.“

Studiengebühren

Das Stichwort – als Lehrerin und Magisterabsolventin engagiert sie sich bei diesem Thema besonders. „Weg mit den Studiengebühren“, verlangte sie, prangerte überdies die wachsende Einmischung der Wirtschaft in die Belange der Hochschulen an: “Universitäten sind keine Wirtschaftsunternehmen.“

Auch Otto Reiners, der als Landtagskandidat für den Wahlkreis Münster-Nord mit 33 Ja- bei einer Nein-Stimme gewählt wurde, argumentierte mit viel praktischem Hintergrundwissen. Aufgrund seiner Erfahrungen im Verbraucherschutz forderte der Mittvierziger mehr Information und Schutz für den Bürger. Eine bessere Aufklärung der Konsumenten steuere außerdem „der zunehmenden privaten Verschuldungen der Haushalte entgegen“, führte Reiners aus.

Ökologische Modernisierung

Zusätzlich sprach sich der Referatsleiter beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe für eine nachhaltige und soziale Finanz- und Haushaltspolitik aus. Die ökologische Modernisierung, der so genannte „Green New Deal“, sollte seiner Meinung nach Leitlinie der Wirtschaftspolitik in Nordrhein-Westfalen sein.

Darüber hinaus berichtete Fraktionschef Hery Klas von den jüngsten Entwicklungen im Rat der Stadt. „Die letzten 40 Tage waren keine schlechten“, resümierte der 60-Jährige. So hatte es diverse Gespräche zwischen den oppositionellen Parteien gegeben, die letztlich zu einer Allianz der SPD, Grünen/GAL, der Linken, UWG, ÖDP und Piraten für gemeinsame politische Initiativen führten.

Einen “Paukenschlag” gegen den alten schwarz-gelben Mehrheitsblock fortan in jeder Ratssitzung erreichen zu wollen, versprach der GALier der anwesenden Basis. „Eine neue Koalition aber ist nicht geboren worden, da wir nur über Gemeinsamkeiten verhandelt haben. Diese sind eines Tages endlich.“ Egal – die von der Sechser-Gruppe verfasste Erklärung stieß bei den Zuhörern auf einhelligen Zuspruch.

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