Grüne im Dialog mit dem Einzelhandelsverband Westfalen-Münsterland

2011_08_31_einzelhandel
von links nach rechts: Otto Reiners, Carsten Peters, Björn Bohnenkamp, Michael Radau, Dr. Heinz-Joachim Buschmann, Berthold Ostlinning, Klaus Helmrich

Über aktuelle Herausforderungen tauschten sich die Grünen mit Vertreterinnen und Vertretern des Einzelhandelsverbandes Westfalen-Münsterland aus.

Geschäftsführerin Karin Eksen stellte die hohe Bedeutung des Einzelhandels in Münster heraus. Die Einzelhändler in Münster, so Eksen, sind nicht nur mit ihrer Angebotsstruktur vielfältig und ein interessanter und großer Arbeitgeber, sondern die Statistik zeigt, dass Münster hinsichtlich der Kaufkraft und des Umsatzes im Vergleich zu anderen Städten weit vorne liegt und auch für die BürgerInnen aus dem Umland weiterhin als Einkaufsstadt attraktiv ist.

Wohnortnahe Versorgung sichern

Einig waren sich die Grünen mit dem Einzelhandelsverband, dass ein guter Einzelhandelsmix den Standort Münster für Kundinnen und Kunden interessant macht. Bei dem wohnortnahen und generationsgerechten Einkauf besteht jedoch noch Handlungsbedarf. Die Grünen setzen auch in den Quartieren auf Qualität im Einzelhandel, so die Ratsherren Carsten Peters und Otto Reiners, und wollen die wohnortnahe Versorgung sichern und ausbauen. Die pure Flächenvermehrung ohne Steigerung der Angebotsqualität oder die Verlängerung der Ladentheke sei für die Grünen keine Verbesserung: „Wichtig ist die Stärkung von inhabergeführten Geschäften, die zunehmende Filialisierung bewerten wir kritisch.“ Ausdrücklich nahmen die Gesprächspartner die Entwicklung der gesamten Stadt in den Blick.

Mehr generationengerechte Unternehmen

Einzelhandelsverband und die Grünen stimmten darin überein, dass mehr Einzelhändler sich als generationsgerechtes Unternehmen zertifizieren lassen sollten, da damit gerade für behinderte und ältere Münsteranerinnen und Münsteraner, aber auch für Familien mit Kindern der Einkauf um die Ecke erheblich erleichtert würde.

Verkaufsoffene Sonntage

Der Vorsitzende des Einzelhandelsverbandes, Michael Radau, betonte die hohe Bedeutung von verkaufsoffenen Sonntagen für den Einzelhandel. Radau wünscht sich eine dauerhafte verbindliche Regelung und mehr Entscheidungskompetenz, bei der der Festlegung der Tage. Warum dem Einzelhandel in der Vorweihnachtszeit ein verkaufsoffener Sonntag verwehrt wird, sei ,so Radau, nicht nachvollziehbar. Für die Grünen hat ein wöchentlicher Ruhetag einen hohen Wert, gerade in Zeiten deregulierter Öffnungszeiten. Grüne und Einzelhändler vereinbarten eine gemeinsame Veranstaltung vor dem Hintergrund der anstehenden Novellierung des Ladenöffnungsgesetzes.

Zukunft des Stadtfestes

Thema war auch die Neuausschreibung des Stadtfestes. Den Grünen und dem Einzelhandelsverband ist wichtig, dass die Vergabe des Stadtfestes auf Basis von Eckpunkten durchgeführt werden soll. Kulturelle Vielfalt, Kultur für alle. Der ansässige Handel soll einbezogen werden, ohne dass er durch das Fest behindert wird.

Einig waren sich die Gesprächspartner in der wichtigen Bedeutung des Einzelhandels für Arbeit, Ausbildung, wirtschaftliche Entwicklung und Attraktivität der gesamten Stadt. Weitere Gespräche wurden vereinbart.

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